Lebens(T)räume

Träume sind mir wertvoll. Sie lassen mich hoffen, bringen mich in Bewegung, eröffnen mir Zukunft. Träume wecken in mir Sehnsucht nach Veränderung, nach Leben, nach Freiheit. Und solche Träume wollen erzählt und gelebt werden, wollen ihre Kraft in mir und auch bei anderen entfalten.

... Ich habe einen Traum, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und in der Hitze der Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt wird. Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt. Ich habe heute einen Traum!“

Die berühmt gewordene Rede Martin Luther Kings I have a Dream, die er am 28. August 1963 vor einer Viertel Million Menschen in Washington hielt, weckt bis zum heutigen Tag die Hoffnung auf Veränderung der Verhältnisse. Damals hatten sich amerikanische Bürgerrechtsbewegungen zu einem Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit zusammengetan, heute treiben seine Worte Bauern und Arbeiter in Lateinamerika und andernorts an, für ihren Traum vom Leben einzutreten. Und damals wie heute geht es in diesen Träumen um Raum, um Lebensraum – nicht für Einzelne, sondern für alle.

Unser diesjähriger Fastenkurs will die Gelegenheit bieten, Lebensträume zu erinnern und Lebensräume zu entwerfen. Und dabei hängt beides aufs Engste miteinander zusammen. Ob in den beiden Gottesdiensten, die unseren Fastenkurs rahmen oder an den drei Abenden, die dazwischen liegen... immer wird es um unsere oder die Lebensträume anderer gehen und immer wird es darum gehen, wo und wie diese Träume Wirklichkeit werden können oder gar schon Raum geworden sind.

Wir Augustiner freuen uns jedenfalls darauf, mit Ihnen bereits zu Beginn der Fastenzeit in Bewegung zu geraten. Sie sind uns alle herzlich willkommen.

Überblick über die einzelnen Veranstaltungen